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Hochsensitive


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© 1990-2013 Rolf Reinhold
Created at 08 Aug  2011




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Unternehmenszweck der Fitforfuture KG ist "Entwicklung, Verbreitung und Umsetzung zukunftstraechtiger Konzepte"

Hochsensitive

...  oefter auch als 'hochsensibel' oder 'hypersensibel' bezeichnet, haben im Alltag eine hoehere Last zu tragen als andere Menschen. Die Bezeichnung 'hochsensitiv' bevorzuge ich gegenueber 'hochsensibel', da mit dieser die Assoziation 'empfindLICH' verbunden und oft unzutreffend ist. Denn damit ist
Einerseits ist es oft erschlagend, 'von  vielen Sinneseindruecken ueberflutet' zu werden. "Koennte ich sie doch abschalten" habe ich oft gedacht. Spaeter fand ich Moeglichkeiten zum "abschalten". Zum einen eine 'Technik', die mir ein Guru empfohlen hatte. 
Zum anderen die viel einfachere Moeglichkeit, diese Flut von Sinneseindruecken zu AKZEPTIEREN, indem ich 'mich ihnen hingebe'. Das funktioniert zwar auch nicht immer, reduziert aber Stressfaktoren wie z. B. 'Laerm' erheblich. Bei mir jedenfalls.

Andererseits beschert  die physische Eigenschaft niedrigerer Schwellenwerte 'Aufmerksamkeit fuer viele Details', die anderen entgehen. Die daraus oft resultierende 'hochdifferenzierte Wahrnehmung' bringt es mit sich, oft 'von der Fuelle der Moeglichkeiten erschlagen' zu werden.

Im Zusammenwirken mit anderen Menschen fuehrt das nach meinen Beobachtungen bei vielen Hochsensitiven zu spezifischen Konflikten, da 
  • Gereiztheit (aufgrund von sensorischer Belastung beziehungsweise Ueberlastung)
  • Abgelenktheit (aufgrund der vielen detaillierten Nebeneindruecke)
  • Eigenwilligkeit (aufgrund der Detailliertheit der Betrachtungsweise)
  • Unentschlossenheit (aufgrund der 'vielen Moeglichkeiten')
  • Skepsis (aufgrund der hoheren Differenziertheit des Urteils)
anderen Menschen immer wieder laestig sind.

Die meisten Hochsensitiven sind sich ihrer physisch bedingten Besonderheit meistens nur indirekt bewusst, indem sie merken, dass sie in vielen Situationen staerker belastet werden als ihre Mitmenschen.


Das Leben macht Hochsensitiven viel mehr Arbeit als anderen

von M. Wirthgen 27.01.2013


In seinem Buch "Der sensible Mensch" von Eduard Schweingruber aus dem Jahre 1934 fand ich Beschreibungen von Verhaltensmerkmalen, an Hand derer Menschen fuer sich herausfinden können, inwiefern sie sich dem Spektrum Hochsensitiver zuordnen können - vergleichbar Elaine Aron. Als "sensibel" bezeichnete Schweingruber vor achtzig Jahren Menschen, die ueber das Normalmaß hinaus empfinden. Er beschrieb Probleme ihrer Lebensfuehrung und gab Tipps, wie sie sich verhalten können, damit sie besser mit ihrem Leben klarkommen. Die aufgezählten Merkmale verstand er als Anlässe, an denen Hypersensible – zu seiner Zeit die uebliche medizinische Bezeichnung fuer Hochsensitive - anfangen, ueber sich selber nachzudenken. Das Leben – so fasste Schweingruber zusammen - gibt Hochsensitiven mehr zu tun als der Mehrzahl der Menschen ihrer Umgebung.

Hier nun Schweingrubers Beschreibungen:

Manche Hochsensitive leiden nach ihrer täglichen Arbeitszeit und trotz ausgiebiger Erholung unter einer Dauermuedigkeit.

Andere Hochsensitive ermueden manchmal schnell bei geringster körperlicher oder intellektueller Tätigkeit. Sie verhalten sich dann reizbar und schlaff.

Manche Hochsensitiven stellen fest, dass sie die alltäglichen Pflichten unterschiedlich konsequent erledigen. Ihre eigene Gefuehls- und Gedankenwelt beeinträchtigt Beziehungen zu anderen.

Hochsensitive sind oft derart fasziniert von ihren Interessen und Erlebnissen, sodass sie sich nur unter Schwierigkeiten anderem zuwenden können.

Hochsensitive fuehlen sich immer wieder völlig erschöpft und leer.

Hochsensitive leiden wiederholt an Panikattacken, Magen-, Herzproblemen und Kopfschmerzen.

Hochsensitive fuehlen sich manchmal starr und unempfindlich.

Hochsensitive denken lange ueber ein und dieselbe Sache nach, ohne weiter zu kommen. Die Umwelt sagt ihnen, man könne nicht mit ihnen reden.

Hochsensitive stellen fest, dass sie morgens mit einem Durcheinander von Wuenschen und Affekten aus dem Schlaf kommen. Normale Menschen dagegen erwachen nach ihrer Beobachtung mit einer dem Alltag zugewandten Stimmung.

Hochsensitive stellen oft fest, dass sie lange brauchen und vieles bedenken muessen, um sich zu entscheiden. Andere Menschen entscheiden sich schneller und nach klaren Kriterien.

Hochsensitive fuehlen sich oft gefangen zwischen zwei sie bedrängenden Wuenschen. Sie können dann kaum klare Gedanken dazu fassen.

Hochsensitive stellen fuer sich immer wieder fest, dass sie komplizierter, schwerfälliger oder haltloser, mueder oder unfähiger reagieren. Sie empfinden sich empfindsamer, blockiert und uebermäßig reizbar im Vergleich mit den stärkeren Naturen um ihn herum.

Hochsensitive haben vermehrt Eheprobleme. Sie bleiben an Kleinigkeiten des Zusammenlebens hängen, obwohl sie großzuegig sein möchten.

Manchmal geraten Hochsensitive in Übermutsstimmungen, auf die sie keinen Einfluss haben.

Therapien fuer neurotische Erkrankungen bleiben wirkungslos. Hochsensitive empfinden ihr Leben nach Neurosetherapien problematischer als vorher. Sie fuehlen sich schutzlos.

Hochsensitive neigen zur Ungeduld. Manchmal scheint es ihnen so, dass sie ihre Ungeduld bei kleinen Anlässen beherrschen. Sie zeigt sich jedoch noch am nächsten Tag in Form einer unterirdischen Spannung als vorhanden.

Hochsensitive verschweigen anderen aus sachlichen Gruenden vieles. Dies ist ihnen unangenehm und fuehrt, ohne dass sie es wollen, zur Abwehr gegen andere. Sie resuemieren: Ich kann meine Gefuehle nicht beherrschen.

Einem Hochsensitiven fällt auf, wie schwer es ihm fällt, wie viel es fuer ihn zu tun gibt, bis er seine fuenf Sinne beisammen hat und er ruhig einer neuen Situation (Besuch, neue Geschäftsbeziehung, Umgebungsänderung … etc. ) entgegensehen kann.

Alle neuen Erlebnisse bewegen Hochsensitive sehr stark und dieses 'bewegt werden' ebbt erst allmählich ab.

Arbeiten und Leben im Augenblick werden bei Hochsensitive durch Intentionalität beeinträchtigt. Alles momentane Handeln wird akribisch am Ziel bemessen. So sind sie gefuehlsmäßig immer zwischen Tun und Ziel hin- und hergerissen.

Hochsensitive stellen of fest, dass sie sich ständig verkrampfen.

Hochsensitive fuehlen sich hilflos mitgerissen von allem Interessanten.

Ein produktiv Arbeitender erlebt, wenn der produktive Strom fließt, und er sich ihm mit Fleiß und Ernst hingeben will -, wie dieser dann stockt und versiegt.

Hochsensitive erleben manchmal, dass auf eine lange Zeit der Arbeitsfreude eine starke, beeinträchtigende Muedigkeit folgt.

Ein Hochsensitiver kann regelmäßig – alle paar Wochen - erleben, dass seine positive Arbeitsstimmung verschwindet und er nur muehsam etwas tun kann.

Hochsensitive stellen fest, dass sie ohne Einfluss darauf sind, ob sie unbändig gesprächig oder starr, mitgerissen oder befangen sind.

Hochsensitive neigen zu ausgeprägtem Schmerzempfinden,

Wenn ein Hochsensitiver rueckhaltlos von seinem Tun fasziniert ist, kann er dieses auch leisten. Sind aber auch nur kleinste Widerhaken fuehlbar, so ist die ganze Kraft gehemmt.

Ein Hochsensitiver ist dauernd damit beschäftigt, seine Affekte zu hueten und zu leiten wie eine Schafherde.

Ein Hochsensitiver ist oft selber ueberrascht, wie stark und uebermäßig er reagiert.

Hochsensitive sind lärmempfindlich.

Hochsensitive reflektieren in hohem Maße ueber sich selber.

Hochsensitive brauchen mehr und längere Pausen als andere.


(Vgl. Eduard Schweingruber: Der sensible Mensch. 2. Auflage. Muenchen (Kindler) 1944, S.11-17.)



  (Wird fortgesetzt, insbesondere auf Anfrage hin)
 

Fuer Interessierte: 

eMail
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©1990-2013 Rolf Reinhold 
Last updated at 22 Jul 2012

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